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„Ich bin ja nicht aus der Welt…“
Dr. Reinhard Feinendegen

Ehrenvorsitzender des Vereins für Heimatkunde e.V. Krefeld
 

Reinhard Feinendegen war Historiker, Denkmalschützer, Kulturpolitiker, Schriftsteller, leidenschaftlicher Katholik, intellektueller Ratgeber, unser Lehrer und warmherziger Freund.
Er war Uerdinger, Bockumer und sicherlich einer der Großen Krefelds.

Von 1976 bis 2009 war Reinhard Feinendegen Vorsitzender des Vereins für Heimatkunde, seither Ehrenvorsitzender: Der „Türmer“ im Logo des Vereins steht dafür, das Geschehen in Krefeld wachsam zu beobachten und kritisch zu kommentieren. Reinhard Feinendegen löste diesen Anspruch auf unnachahmliche Weise ein. 
 

Am 5. April 2012 ist er im Alter von 79 Jahren gestorben.
Wir trauern mit seiner Familie.

Vorstand, Vereinsrat, Arbeitskreise und Mitgliedschaft des Vereins für Heimatkunde e.V.
 


Nachruf in der Rheinischen Post, Krefeld, Karsamstag, 7. April 2012:

Krefeld
Stadthistoriker Feinendegen starb vorgestern

Krefeld (RP). Der Krefelder Heimatforscher Reinhard Feinendegen ist tot. Er starb nach langer, schwerer Krankheit in der Nacht von Donnerstag auf Karfreitag im Alter von 79 Jahren. Der gebürtige Krefelder wäre am 2. Juni 80 Jahre alt geworden.
Für viele war der Stadthistoriker eine Instanz. Er wirkte im Denkmalausschuss mit, war Mitherausgeber von "Der Heimat". Sein größtes Werk aber war die Mitarbeit an der fünfbändigen Stadtgeschichte.

Reinhard Feinendegen studierte nach seinem Abitur am Gymnasium am Moltkeplatz in Köln, Freiburg und Bonn und absolvierte die philologische Staatsprüfung in Englisch und Geschichte. 1961 promovierte er über den niederrheinischen Adel der Neuzeit und seinen Grundbesitz. 1962 nahm er den Schuldienst in seiner ehemaligen Schule auf.
Von 1970 bis zu seiner Pensionierung war er Leiter des Gymnasiums Horkesgath. Von 1976 bis 2009 war er Vorsitzender des Vereins für Heimatkunde (seit 2009 Ehrenvorsitzender) und Schriftleiter des vom Verein herausgegebenen Jahrbuchs "Die Heimat".

Ausgezeichnet wurde er 1984 mit dem Rheinlandtaler, 1989 mit dem Bundesverdienstkreuz, 2007 erhielt er die Stadtehrenplakette der Stadt Krefeld, 2010 den Niederrheinischer Literaturpreis zusammen mit Hans Vogt für die fünfbändige Stadtgeschichte.
"Geschichtliches Denken anzustoßen, war mir stets ein Anliegen", sagte Reinhard Feinendegen, "aber an diese Herkulesarbeit hatte ich nicht gedacht." 13 Jahre haben die Herausgeber Reinhard Feinendegen, der übrigens früher Geschichtslehrer von Gregor Kathstede war, und Hans Vogt an dem opulenten historischen Werk gearbeitet. Die Idee, Krefelds Geschichte von der Frühzeit bis heute mit all ihren Facetten aufzuschreiben, wurde schon Anfang der 70er Jahre zur damals anstehenden 600-Jahr-Feier Krefelds geboren. Doch bis zu ihrer Verwirklichung vergingen dann noch viele Jahre. Erst als die beiden Herausgeber in den beruflichen Ruhestand getreten waren, kam Bewegung in das Vorhaben. Feinendegen und Vogt nahmen sich der Aufgabe 1997 auf ehrenamtlicher Basis im Auftrag der Stadt an.
 



 
 
Mit Dank an die Rheinische Post, Krefeld, dort erschienen am 1. Juni 2007 zum 75. Geburtstag vom 2. Juni 2007


Mit Dank an die Westdeutsche Zeitung, Krefeld, 2. Juni 2007:


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